| 31 Jahre STOCKWERKJAZZ |
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![]() KUHN FU & SOFIA SALVO
STOCKWERKJAZZ
Sa, 7. Februar 2026, 20:00 Uhr KUHN FU & SOFIA SALVO Diese Band macht ihrem martialischen Namen alle Ehre. KUHN FU bringt eine enorme Energie auf die Bühne und ist zugleich eine Demonstration des wundersamen Ensemblegeistes in der Musik. Die multikulturelle Jazz-Rock-Psychedelia-Band wurde 2012 gegründet und hat bisher ganze 7 (sieben!) Studio-Alben veröffentlicht. Die Band, die vom Berliner Gitarristen und Komponisten Christian Kühn geleitet wird, ist berüchtigt für ihre energiegeladenen Auftritte, dampfende Shows, die so im Jazzbereich kaum zu finden sind. Die Musik von KUHN FU ist eine eigensinnige Form von Jazzrock oder Rockjazz, eine einzigartige Balance zwischen Postrock und Klischees, zwischen Parodie und großer Ernsthaftigkeit, voller Energie und drängender Eigenwilligkeit: Zappa trifft Kabarett, Surfsounds und Metal-Riffs reiten auf dem Chattanooga Choo-Choo, während Shakespeare, Brecht und Monty Python als Paten zur Seite stehen. So darf Jazz oder das Improv-Zeug heute daherkommen, wenig gekämmt und risikobereit. Wir verneigen uns.
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![]() TRIO ANJALI Bild: Trio Anjali
Mo, 9. Februar 2026, 20:00 Uhr Preise: Euro 15,00 10,00 TRIO ANJALI bewegt sich an der Schnittstelle von freier Improvisation und zeitgenössischer Klangforschung. Stimme, Saxophon und Klavier agieren gleichberechtigt und entfalten mit erweiterten Spieltechniken, präziser Interaktion und hoher Präsenz einen offenen, zugleich konzentrierten Ensembleklang. Form entsteht im Moment: musikalische Ideen werden spontan entwickelt, verdichtet und zugespitzt. Die bislang zwei veröffentlichten Tonträger dokumentieren ein waches, dynamisches Trio, das mit großer Sensibilität aufeinander reagiert und den kreativen Augenblick ins Zentrum stellt. The Styrian Improvisers Orchestra:
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![]() James Brandon Lewis
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Fr, 6. März 2026, 20:00 Uhr JAMES BRANDON LEWIS TRIO Beim gefürchteten Down Beat Critics Poll wurde James Brandon Lewis noch im Jahre 2020 als Sieger in der Kategorie Rising Star der Disziplin Tenor Saxophone gereiht, und beim Deutschen Jazzpreis 2023 wurde sein Quartett als „Band des Jahres international“ ausgezeichnet. Jetzt steht der Junge aus Buffalo auf der Stockwerk-Bühne - welch steile Karriere! James Brandon Lewis hat sich in etwas mehr als einem Jahrzehnt zu einem der gefeiertsten jungen Aushängeschilder des Jazz entwickelt, ein naturbelassener Künstler, der mit den aufrührerischen Saxophon-Erkundungen von John Coltrane, Albert Ayler und Sonny Rollins einen persönlichen Platz für seine einnehmende Mischung aus Gospel, Blues und R&B geschaffen hat. Lassen wir aber einmal Marc Ribot anstelle unser das Wort: „Die Soli von James Brandon Lewis sind wie ein Jumbo-Jet, man muss ihnen auf der Piste viel Platz zum Starten und Landen geben. Denn sie sind riesig, nicht nur in Bezug auf Sound, Schnitt, Seele, Ideen, Energie und Originalität, sondern weil sie eine kostbare Ladung tragen: das lebendige Erbe von John Coltrane. Ich spreche nicht von einer gekonnten Reproduktion eines historischen Jazzsounds durch einen jungen Löwen, sondern vom Mut eines jungen Künstlers, die spirituelle Herausforderung anzunehmen – das zu kanalisieren, was kanalisiert werden muss.“ Amen.
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![]() Johannes Dickbauer
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Mi, 11. März 2026, 20:00 Uhr JBBG Smål, featuring Johannes Dickbauer Endlich! In der langen Liste der Star- und Kometengäste unserer Sonderreihe Grand Riserva mit der JBBG Smål, dem „Taschenformat“ der Jazz Big Band Graz, ist Johannes Dickbauer der erste Geiger. Und mithin auch der Erste Geiger (Achtung, Wortspiel!). Johannes, der Neffe des bekannten österreichischen Holzbläsers Klaus Dickbauer, ist für seine veritable künstlerische Bandbreite bekannt und sowohl als Solist, Kammermusiker, Jazzer und Volksmusikant sowie gleichermaßen als Komponist wie mit seinen Ensembles in ganz Europa unterwegs. So war dieser Dickbauer u. a. Mitglied des radio.string.quartet.vienna, mit dem er drei Alben für das Label ACT einspielte, ist Mitglied von Johannes Berauer's Ensembleprojekt The Vienna Chamber Diaries und war mit seiner eigenen neuen Band J.D.HIVE als Vertreter Österreichs bei der jazzahead in Bremen. Und mit Onkel Klaus und Bruder Stephan spielt Johannes freilich auch im illustren Oktett Dickbauer Collective. Daneben war Johannes Dickbauer Gastprofessor an der Kunstuniversität Graz (2014) und am Mozarteum Salzburg (2019) und ist seit Oktober 2022 Professur für Jazz-Violine am Institut für Jazz und Improvisierte Musik an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz.
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![]() BROM; Bild: Peter Schindelbeck
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grazjazznacht BROM Also wirklich, die drei Herren vorzustellen, hieße Staub in unser Büro tragen. Der Bassist Jan Roder und der Schlagzeuger Christian Marien haben ja sowieso schon einen Meldezettel im Stockwerk ausgefüllt. Sie waren bereits in Konstellationen sondern Zahl im Haus am Jakominiplatz. Und Bandleader Alexander Beierbach ist am besten Weg dazu. Einmal war er mit dem Quartett Absolutely Sweet Marie (und der Musik Bob Dylans) da, ein ander Mal mit dem gegenständlichen Trio, über dessen Namen wir allerdings noch immer rätseln. Wird doch das chemische Element Brom, ein rotbraunes, giftiges Halogen mit einem stechenden Geruch, in der Medizin als Beruhigungsmittel auf den Plan gerufen. Hoppla, brauchen wir nicht, wir sind ganz gefasst auf dieses spannende Trio rund um den Saxophonisten Beierbach, der uns unter anderen ja auch schon vom Hannes Zerbe Jazz Orchester her vertraut ist. Die experimentelle Berliner Methodik dieses Trios scheint leicht zu beschreiben. Seit 2010 forscht BROM an selbst generierten, offenen Kompositionen aus der Feder Beierbachs. Für ihn und seine Laborkollegen Roder und Marien fungieren sie als Ausgangspunkte für einen spontanen Reaktions- und Interaktionsprozess, der von ausladenden solistischen Diagnosen und kollektiven Entladungen geprägt ist. Komponierte und improvisierte Teile sind dabei eng miteinander verwoben, eh klar. Frisch gezapft wirkt das stets auch kontrolliert und zurückhaltend und trotz durchbrechender Abstraktheit immer im Fluss. Da scheint immer irgendetwas im Busch, zweideutig und in einer ergreifenden ästhetischen Unschärfe.
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